Suchdienst

70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind 1,3 Millionen Vermisstenschicksale noch immer nicht geklärt. Pro Jahr gehen weiterhin bis zu 2.000 völlig neue Anfragen nach dem Verbleib von Angehörigen oder Freunden aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs beim Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes ein. In der Zeit des Kalten Krieges waren die russischen Archive - und damit eine wichtige Informationsquelle für den Verbleib vieler deutscher Kriegsgefangener – geschlossen.

Seit ihrer Öffnung Anfang der 90er Jahre konnte der Suchdienst bisher rund 200.000 Schicksale abschließend klären. Nach einer neuen Absprache mit dem russischen staatlichen Militärarchiv in Moskau werden dem Suchdienst zwei Millionen Personalakten von Kriegsgefangenen und Zivilinternierten zur Verfügung gestellt. Dies ermöglicht die Klärung von weiteren Schicksalen. Der Suchdienst setzt sich in Kriegen und Katastrophen dafür ein, das Schicksal der Vermissten zu klären und den Kontakt zu ihren Angehörigen wiederherzustellen.

Seit seiner Gründung im Jahre 1945 hat der DRK-Suchdienst im Auftrag der Bundesregierung 16 Millionen Menschen wieder zusammengeführt. Der DRK-Suchdienst übermittelt pro Jahr 5.000 bis 8.000 sogenannte „Rotkreuznachrichten“ zwischen Menschen in Konflikt- und Katastrophengebieten in aller Welt und ihren Angehörigen in Deutschland. Es ist oft die einzige Möglichkeit für die getrennten Familien, Kontakt zu halten. Familien, die Krieg, Flucht und Vertreibung auseinandergerissen haben, leben oftmals jahrelang unfreiwillig voneinander getrennt. Der Suchdienst berät Hilfe suchende Personen in allen Fragen einer Familienzusammenführung. Der ursprüngliche Auftrag des Suchdienstes ergibt sich aus dem humanitären Völkerrecht. Danach haben Familien während bewaffneter Konflikte das Recht, das Schicksal ihrer vermissten Angehörigen zu erfahren. Die Genfer Abkommen verpflichten die an einem Konflikt beteiligten Parteien dazu, die vom Gegner als vermisst gemeldeten Personen zu suchen.

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