· News

Absichern, betreuen, verpflegen: So vielfältig unterstützen Ehrenamtliche der DRK-Bereitschaft Potsdam Einsatzkräfte bei einer Bombenentschärfung

Waldbrände, Hochwasser, Bombenentschärfungen: Ehrenamtlichen vom DRK sind auf verschiedene Weise bei Ausnahmesituationen bzw. im Katastrophenschutz im Einsatz.
Vor dem Einsatz beladen die Ehrenamtlichen die Einsatzfahrzeuge mit dem nötigen Equipment.
In der KatSchutz-Wache prüfen Ehrenamtliche die Funkgeräte, die sie im Einsatz benötigen.
Ehrenamtliche des Fachdiensts Verpflegung bereiten 15 Liter Kaffee für den Einsatztag vor.
Bierzeltgarnituren, Faltzelt, mobiles Handwaschbecken: In den Einsatzfahrzeugen ist genau das Equipment, das die Ehrenamtlichen vor Ort benötigen.
Die Ehrenamtlichen des Fachdienstes Verpflegung laden Heißgetränke sowie frische Aufbackbrötchen ins Fahrzeug.
Essenziell bei jeder Fahrt: Das entsprechende Sichern der Ladung im Einsatzfahrzeug.
Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr, Unterstützungskräfte des Ordnungsamtes: Am Einsatzort kommen sie zusammen und stimmen den weiteren Einsatz ab. Auch mit den Ehrenamtlichen des DRK.
Wo können wir Würstchen erhitzen? Wo weiteren Kaffee und Tee kochen? Wo am besten eine Ausgabestelle errichten? Auf diese Fragen holen sich die Ehrenamtlichen der Verpflegung vor Ort Antworten.
Neben Heißgetränken verpflegen die Ehrenamtlichen vom DRK die Einsatzkräfte vor Ort auch...
...mit frischen Aufbackbrötchen. Im Einsatz sein macht hungrig und durstig.
Sowohl vegane als auch normale Würstchen haben die Ehrenamtlichen vorbereitet. Vor Ort in der Küche einer Freiwilligen Feuerwehr können sie sie entsprechend erhitzen.
Im Einsatz sein heißt: Flexibel sein. Nach Rücksprache mit der Feuerwehr errichten sie kurzerhand eine zweite Verpflegungsstelle auf einem Supermarkt-Parkplatz.
Teamwork: Zu viert bauen die Ehrenamtlichen ein Faltzelt auf.
Die Vorbereitung zahlt sich aus: Neben dem Faltzelt kommen auch die Bierzeltgarnituren zum Einsatz.
Einige Meter weiter parkt das Rotkreuz-Einsatzfahrzeug vom Fachdienst Betreuung vor einem Begegnungszentrum. Es dient an diesem Tag als Evakuierungsort.
Im Begegnungszentrum haben Ehrenamtlichen vom DRK als Betreuungseinheit das Wohl aller Evakuierten im Blick. Neben einigen Snacks haben sie dafür zum Beispiel auch ein Feldbett aufgebaut.
Vor Ort im Begegnungszentrum nehmen die Ehrenamtlichen einige Daten der Evakuierten auf.
Eine gute Kombi: Verpflegungsstelle mit Brötchen, Toast und warmen Würstchen sowie Snacks steht, Einsatzkräfte können sich stärken.

Am 30. September 2026 wurden Granaten und Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg in Potsdam gesprengt. Fürs sichere Sprengen mussten rund 700 Menschen aus dem Potsdamer Ortsteil Groß Glienicke ihr Zuhause verlassen und wurden evakuiert. 435 Einsatzkräfte waren dabei – darunter auch Ehrenamtliche der DRK-Bereitschaft Potsdam. Sie haben auf vielfältige Weise bei der Kampfmittelbeseitigung unterstützt.

Während die Sonne noch nicht aufgegangen ist, herrscht am Morgen des 30. September 2026 bereits ordentlich Trubel in der Katastrophenschutz-Wache der Stadt Potsdam. Nicht nur Einsatzkräfte der Feuerwehr Potsdam bereiten sich auf die Kampfmittelbeseitigung in Groß Glienicke vor. Auch neun Ehrenamtliche der DRK-Bereitschaft Potsdam sind vor Ort und bereiten ihren Einsatz vor.

„Ich habe Semesterferien und mich als Einsatzkraft der Verpflegung gemeldet“, sagt Lasse. Auch Andrea ist mit vor Ort in der Wache. Sie hat sich für den Einsatz Urlaub genommen. „Genau darum begeistert mich mein Ehrenamt beim DRK: Es macht richtig Spaß, du kommst rum, du siehst so viel. Und es ist so spannend“, sagt Andrea.

15 Liter Kaffee kochen, 70 Brötchen aufbacken, Snacks, eingeschweißte Würstchen und Equipment vorbereiten und einladen: Die Einsatzkräfte im Fachdienst Verpflegung haben alle Hände voll zu tun.

Ehrenamtliche der DRK-Bereitschaft Potsdam als Betreuungs- und Verpflegsungseinheit involviert

Ähnlich geht es Stefanie, Katja und Benjamin. Die Ehrenamtlichen der Bereitschaft Potsdam sind an diesem Tag als Rotkreuz-Betreuungseinheit im Einsatz. Kurz vor dem Start der Fahrt nach Groß Glienicke treffen sie letzte Vorbereitungen. Katja prüft die Funkgeräte, sortiert sie, checkt die Akkus. Wenig später sitzen alle im Einsatzfahrzeug. Ihr Ziel: Das Begegnungshaus Groß Glienicke. Dort betreuen sie an diesem Tag Evakuierte während der Entschärfung.

Danach macht sich auch die Verpflegungseinheit auf den Weg nach Groß Glienicke. Gegen 9 Uhr stehen die Einsatzkräfte in der Küche der Freiwilligen Feuerwehr Groß Glienicke. Dort errichten sie eine Ausgabestelle für die Einsatzkräfte der Feuerwehr.

Alles, was sie dafür brauchen, haben sie als kompaktes vorbereitetes Modul im Einsatzfahrzeug. Vor Ort erhitzen sie Würstchen, stellen Teller bereit, schneiden die noch warmen Aufbackbrötchen im Sekundentakt auf. Rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr sollen die Ehrenamtlichen verpflegen, die vor Ort im Rahmen der Entschärfung im Einsatz sind.

Sanitätsdienst-Einheit der DRK-Bereitschaft Potsdam unterstützt Einsatzkräfte

Kurze Zeit später trifft die Verpflegungseinheit Jolien und Jakub. Sie sind als Ehrenamtliche der DRK-Bereitschaft Potsdam als Sanitätsdienst-Duo vor Ort. „Wir sichern das Wohl aller Einsatzkräfte ab und stehen – wenn nötig – als Unterstützung für mögliche Liegendtransporte bei der Evakuierung bereit“, sagt Jakub.

Beide helfen Andy und Lasse beim Aufbau einer zweiten Ausgabestelle der Verpflegungseinheit auf einem Supermarkt-Parkplatz. Im Einsatz sein ist Teamwork. Ein weißes Rotkreuz-Faltzelt, Bierzeltgarnituren, ein mobiles Handwaschbecken: Zehn Minuten später ist die zweite Ausgabestelle zur Verpflegung der Einsatzkräfte startklar.

Einsatz endet dort, wo er begann: An der Katastrophenschutz-Wache in Potsdam

Für die Rotkreuz-Einsatzkräfte läuft der Einsatz wie geplant. Die Vorbereitung ist aufgegangen. Während des Einsatzes nehmen sie in der Ferne mehrere dumpfe Knalle der Sprengungen wahr.

Um 11:59 Uhr folgt dann die frohe Nachricht: Kampfmittel beseitigt, Sperrkreis wieder freigegeben. Alle Menschen können wieder ihr Zuhause betreten, Evakuierte den Heimweg antreten. Auch die Rotkreuz-Einheiten können ihre Einsatzstellen abbauen und zurück zur Katastrophenschutz-Wache nach Potsdam fahren.

Dort entsorgen sie verbrauchte Materialien und füllen sie auf, räumen die Einsatzfahrzeuge auf, schreiben Einsatzprotokolle. Dann machen die Ehrenamtlichen Feierabend. Es ist 14 Uhr. Der nächste Einsatz kann kommen.

  • Als Sanitäterin im Einsatz sein, Evakuierte betreuen, Einsatzkräfte verpflegen: Lernen Sie die Vielfalt des Rotkreuz-Ehrenamts bei der DRK-Bereitschaft Potsdam kennen.
  • Wir bringen Ihnen alles bei, was Sie wissen müssen und machen Sie zur Einsatzkraft. Interesse? Dann mailen Sie uns einfach und lernen Sie die Freiwilligen vom Deutschen Roten Kreuz in Potsdam bei einem Bereitschaftsabend kennen.